Wie der ein oder andere schon weiß, weilt meine Freundin seit Mitte September in Irland, um dort für 3 Monate zu arbeiten und vor knapp zwei Wochen war ich endlich zu Besuch. Hier kommt also Teil 1 des Reiseberichts mit einigen Bildern.
Am 11.11.11 ging es los. An meinen ersten Flug vor vielen Jahren nach Mallorca mit meiner Familie erinner ich mich nicht mehr so richtig gut und so war ich entsprechend aufgeregt. Völlig umsonst. War alles wirklich simpel, in Hannover in den Flieger, nach Amsterdam, kurz umsteigen und in Irland von der Süßen empfangen werden.
Praktischerweise hatte ich einen Fensterplatz und konnte so ein paar Fotos machen
Kurz nach dem Start, der Blick über die Wolken:

Kurz vor der Landung in Dublin:

Vom Flughafen gings dann mit einem Bus in die Stadt und unterwegs gab es schon einmal den ersten Schock als das Auto vor uns rechts-blinkend links herum in den Kreisel fuhr
Gewöhnungsbedürftig dieser Linksverkehr
Samstag stand dann nicht so viel an, abends ging es auf eine Musical Pub Crawl Tour. 2 Musiker führten uns in 2 Pubs, spielten und erklärten traditionelle irische Musik und plauderten ein wenig über Irland, seine Bewohner und ihre Eigenheiten. Kann ich jedem empfehlen, der mal in Dublin ist.
Am Sonntag ging es mit der Dart (einer Art S-Bahn) nach Malahide zum Malahide Castle. Wir waren ziemlich spät und der Park machte schon um 16.15 Uhr zu, so mussten wir uns doch ein bisschen hetzen, aber es war wirklich hübschn Nur leider waren im Park einige Bauarbeiten im Gange und das Castle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Nichts desto trotz wollte ich ein paar Fotos machen, guckte aufs Display und sah nur ein schwarzes Bild. Objektivdeckel war ab, verschiedene Objektive brachten keine Besserung, deshalb gibt es leider keine Bilder. Nachdem der erste Schock überwunden war, stellte ich auf der Rückfahrt fest, dass noch Fotos möglich sind, solange ich nur Offenblende einstelle. Eher ungünstige Voraussetzungen für den Urlaub, aber was solls. Ab nun also jedes Foto mit Offenblende und deshalb vielleicht nicht immer so scharf wie erwartet, aber besser als gar keine.
Montag ging es für mich dann alleine los, denn meine Freundin lag krank im Bett. Also ging es mit der LUAS, der Straßenbahn zum Kilmainham Gaol, einem ehemaligen Gefängnis, jetzt Museum. Hier hatte ich die Kamera meiner Freundin dabei, so konnte ich einige Fotos machen, die allerdings im Moment noch in den Untiefen des Internets herumschwirren und deshalb zeige ich sie euch später. Die Führung durchs Gefängnis war sehr interessant und man bekam einen guten Einblick in das Irland von 1796 bis 1924 und den Kampf um die Unabhängigkeit von England.
Danach besuchte ich noch den Park des National Museum of Modern Art, besuchen konnte ich es leider nicht, denn montags ist das Museum geschlossen und befindet sich gerade im Umbau (überall wird gebaut, furchtbar!).
Dienstag stand eine Tagestour nach Cork auf dem Programm und so machten wir uns (natürlich nach viel zu wenig Schlaf) um 6.40 Uhr mit dem Bus in Richtung Süden auf. Da der Fahrer viel zu der Geschichte Irlands erzählte oder Musik spielte und man ein wenig schlafen konnte, verging die Fahrt angenehm schnell. Der erste Stopp war Blarney Castle, das berühmt für seinen Stone of Eloquence ist. Er befindet sich an der Außenmauer des Wehrgangs und man muss sich rückwärts über die Mauer lehnen. Alessa hat ihn tatsächlich geküsst, ich habs lieber bleiben lassen (das muss man sich mit Höhenangst wohl nicht antun
), möge sie sich also 7jähriger Sprachgewandheit erfreuen

Leider hat man auf solchen Touren nicht wirklich viel Zeit und so konnten wir leider nicht das ganze Gelände erkunden.
Weiter ging es also nach Cork. Nettes Städchen, wieder zu wenig Zeit und so konnten wir uns nur den English Market anschauen, der in einem Häuserblock stattfindet, den man durch einige kleine Nebengassen erreichen kann. Danach war es auch schon an der Zeit, uns auf den Weg zum letzten Ziel des Tages zu machen, dem Rock of Cashel.
Als wir dort ankamen, machte sich erst einmal Ernüchterung breit – natürlich wurde auch hier renoviert und gebaut, so dass der Großteil der Gebäude nicht begehbar war (und dank Bauzaun auch nicht sonderlich fotogen). Ein Teil der Kathedrale:

Allerdings befindet sich auf der anderen Seite der Gebäude ein sehr netter kleiner Friedhof:

Der Blick über die Landschaft:

Danach ging es wieder zurück nach Dublin und der Dienstag neigte sich dem Ende zu.
Mittwoch stand die nächste Tour auf dem Programm, gegen 10 Uhr begann die Fahrt zum Hill of Tara, dem Zentrum der keltischen Kultur. Leider befinden sich nicht viele Überreste auf dem Hügel, so dass ich nur mit einem Bild der Landschaft dienen kann (angeblich kann man bei gutem Wetter 3/4 des Landes sehen
):

Kurze Zeit später erreichten wir Newgrange, ein sehr interessanter Haufen Steine

Das Hügelgrab ist über 5000 Jahre alt und ziemlich gut erhalten. Es ist so gebaut und ausgerichtet, dass an bestimmten Tagen im Jahr der Lichtstrahl der Sonne das Innere, der sonst stockdunklen Grabkammer, erreicht. Von außen sieht es wirklich gewaltig aus, 200000 Tonnen Stein aufgetürmt zu einem 12 Meter hohen Grab. Umso verwunderlicher, dass die Grabkammer gerade einmal 7 Meter hoch ist und einen Durchmesser von ca. 5-6 Metern hat. Genauere Angaben könnt ihr im Netz finden. Faszinierenderweise wurden schon vor so langer Zeit Ablaufhilfen für eindringendes Wasser gebaut, sodass das Innere des Grabes immer trocken ist.
Mehr war an diesem Tag nicht zu sehen und somit endet auch der erste Teil meines Reiseberichts.
Kommentare sind natürlich immer willkommen und erwünscht